Lymphologische Physiotherapie – Ödembehandlung

 Mit den Techniken und Maßnahmen der lymphologischen Physiotherapie werden primäre und sekundäre Lymphödeme in Form einer 2-Phasen-Therapie behandelt:
Intensivphase zur Entödematisierung und Erhaltungsphase zur Stabilisation des Therapieerfolges. Diese problemorientierte Behandlungsstrategie erfordert von der Patientin/dem Patienten aktive Mitarbeit. Einzelne Elemente des Konzeptes werden zur Behandlung diverser anderer Krankheitsbilder miteinbezogen, wie z.B. bei posttraumatischen/postoperativen Ödemen, beim Lipödem, beim Phlebödem/Ulcus cruris und bei der Sklerodermie.
 

Die Elemente des Konzeptes:

  • Befund und Verlaufskontrollen
  • manuelle Lymphdrainage plus ev. Narbenbehandlung
  • Dauerkompressionstherapie (Bandagen und Bestrumpfung)
  • Atemphysiotherapie
  • Funktionelle Rehabilitation
  • Instruktion zur Selbstbehandlung
  • Beratung der Patientin/ des Patienten:
    • Hinweis für ödemangepasstes Alltagsverhalten
    • über die Hautpflege zur Verminderung der Infektgefahr (Erysipel)
    • bezüglich Brustprothesen/ Hilfsmittel
    • Hinweise auf Organisationen und deren Dienstleistungen, z.B. Krebsligen, Selbsthilfegruppen usw.

Eine korrekt durchgeführte Ödembehandlung erfordert die Anwendung aller Elemente in sinnvoller Kombination. Die Therapieplanung wird aufgrund einer umfassenden und exakten Befundaufnahme und einer Therapiezielvereinbarung mit der Patientin / dem Patienten gemacht. Lymphödembehandlungen führen immer zu einer Ödemreduktion (mit seltenen, klar begründbaren Ausnahmen).

 

l-bein     NOBBE 38247 B04